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PRESSSanfter Schrecken für Kinder und Eltern bei der Gruselstunde im Jura-Bauernhof-Museum

Gänsehaut und sanfte Schrecken waren bei der dies-jährigen „Gruselstunde für Kinder“ im Jura-Bauernhofmuseum garantiert, und das sogar sechs Stunden vor der traditionellen Geisterstunde um Mitternacht. In der gut geheizten Wohnstube des Muse-ums saßen Buben und Mädchen zwischen fünf und 13 Jahren dicht gedrängt und hingen den Erzähltrio Herbert F. Mayer, Susanne Tratz und Marianne Grund förmlich an den Lippen. Eingehüllt in flackern-den Kerzenschein gelang es den erfahrenen „Gruselexperten“ auch im 16. Jahr des Bestehens dieser traditionsreichen Veranstaltung, eine Stunde lang die Aufmerksamkeit aller Zuhörer zu gewinnen.

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Eingeleitet von einem heiteren Spukgedicht von Wilhelm Busch, ging es weiter mit der Geschichte vom Gespenst ohne Kopf, von einem Vampir, der sich irrt, von der schwarzen Frau, die vor einem Wegkreuz Wanderer erschrickt, von einer mutigen Magd, die sich um Mitternacht auf den Friedhof traut und dort bewusstlos über einem Grab zusammenbricht, außerdem mit dem unheimlichen Erlebnis des Michel und vom Ritt eines alkoholtrunkenen Bauern auf einem wahren Teufel. Erzählt wurde außerdem die unheimliche Sage über das Erscheinen eines verstorbenen Grafen im nächtlichen Wald auf der Suche nach seinem Silberbein, auch von gruseligen Erlebnissen auf dem Dachboden. Apropos Dachboden: Die mutigen unter den Zuhörern, und das waren natürlich alle, haben in der Pause einen sanften „Gänsehauteffekt“ genossen und zusammen mit Herbert F. Mayer einen Ausflug auf den dunklen Museums-Dachboden unternommen, um sich anschließend mit den verteilten lachenden Honigkuchengespenstern aus Marianne Grunds Backstube zu stärken. Nach weiteren drei Geschichten – der fulminante Schlusspunkt war „die gruseligste aller Gruselgeschichten“ mit drei bayerischen Burschen und ihrem Erlebnis in New York – schlossen die Erzähler ihr Gespensterbuch. Bevor die Kinder nach einer Stunde gebannten Zuhörens nach Hause gingen, gab ihnen Herbert F. Mayer mit auf den Weg, dass es wohl vieles gäbe, was unglaublich, unerklärlich oder gar unheimlich sei, aber deswegen müsse man sich nicht fürchten. Die Kinder und auch die Erwachsenen genossen alle spannenden Geschichten über Gespenster, Hexen und schaurige Wesen aus der Eichstätter Region sehr und ließen sich bereitwillig vom Erzähltrio in den Bann ziehen. „Die Kinder wollen weder bei uns über- noch unterfordert sein. Aber ich denke, wir haben es wieder hingekriegt, dass die Gruselstunde auch heu-er wieder ein voller Erfolg war“, freute sich Erzählerin Marianne Grund. „Unser Ziel ist es, die Kinder spannend zu unterhalten, zu erheitern und keinesfalls zu verschrecken. Bei der Gruselstunde merkt man, dass Kinder also auch unabhängig von den modernen Medien noch mit Erzählungen zu begeistern sind“, freuten sich auch Herbert F. Mayer und Susanne Tratz. Alle drei konnten sich am Schluss über einen langen stürmischen Applaus der Kinder freuen, und auch die anwesenden Eltern waren sehr angetan vom Angebot des Vereins des Jura-Bauernhofmuseums und lobten das Angebot der Gruselstunde sehr.